Judith Brandner

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Judith Brandner

1963 in Salzburg geboren. Multimedial arbeitende Journalistin und Buchautorin.  Japanliebhaberin und – kennerin. Japan ist mein Lebensthema in insgesamt tausenden Werken in Radio, TV, Printbeiträgen und Büchern. Seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11. März 2011 liegt ein Schwerpunkt meiner Arbeit auf Fukushima und dem Nuklearen in Japan und anderswo.

Mein Weg

Nicht ganz geradlinig, doch stets dem Journalismus und Japan treu. Das Motto „möglichst weit weg“ führt nach der Matura am Bundesrealgymnasium Salzburg 1981 zunächst an die Universität Wien. Das Übersetzerstudium Englisch und Japanisch wird bald durch ein Studium der Japanologie ergänzt, 1983 für einen halbjährigen USA-Aufenthalt unterbrochen, 1987 als „Akademische Übersetzerin“ teil-beendet. 1984 wird ein Job bei der Kurzwelle (später Radio Österreich International) zum Beginn einer großen Liebe zum (Radio-)Journalismus. Studium und Arbeit laufen parallel.

Der ORF wird zum Lebensunternehmen in wechselnden Konstellationen als Angestellte und freie Mitarbeiterin, das Studium nebenbei langsam, aber konsequent weiterverfolgt. Abschluss der Japanologie mit Bakkalaureat 2004, Masterstudium Translationswissenschaften ab 2019.

Immer wieder längere Japanaufenthalte,  an der Österreichischen Außenhandelsdelegation in Tokyo oder als Gastprofessorin in Nagoya. Recherchen über Japans Haltung zur Kriegsvergangenheit und das große Erdbeben von Kobe im Jänner 1995 sowie der Giftgasanschlag auf die Tokyoter U-Bahn durch die Aum-Sekte im März 1995 machen aus einer Auszeit in Kyoto eine intensive Arbeitsphase als Korrespondentin.

Nach mehr als dreißig Jahren als Radiomacherin wende ich mich 2017 dem Medium Film und Fernsehen zu.

Stationen

2017 – Redakteurin für TV-Wissenschaft und Religion, (Newton, Nano, Universum History, Religionen der Welt und Orientierung)

Frühjahr 2016:  Dokumentarfilm „Fukushima – Leben mit der Katastrophe“  für ORF2 „Weltjournal“

1997 – 2017:  Ö1-Moderatorin (Radiokolleg) u. Sendungsgestalterin

1984 – 1997: Redakteurin und Moderatorin bei Radio Österreich International

1994/95:  Korrespondententätigkeit für diverse ORF-Programme in Kyoto, Japan

1987/88:  Österreichische Außenhandelsdelegation Tokyo

Sendungen und Veröffentlichungen im ORF und in öffentlich-rechtlichen Sendern in der Schweiz und in Deutschland, sowie in Printmedien wie Furche, Gazette, Jüdisches Echo, KONstruktiv, Literatur und Kritik, Die Presse/Spectrum, der Standard, Südwind, Welt der Frau, WOZ, die Zeit etc. 

Lehre

Lehraufträge am Institut f. Ostasienwissenschaften/ Japanologie der Universität Wien über Medienarbeit für Japanolog*innen (2002; 2015; 2016/17 und 2018/19): Die Freude, angehenden Japanolog*innen die praktische Anwendung ihres theoretischen Wissens zu vermitteln.

Drei Semester lang (2009; 2011/12; 2014) Gastprofessorin an der Städtischen Universität Nagoya, Japan: Der Versuch, jungen Japaner*innen Aspekte europäischer Kultur kulturvergleichend nahezubringen.

Zwanzig Jahre (1995-2015) Trainerin für Radiojournalismus an der VHS Polycollege Wien: Das Vergnügen, Erwachsene fürs Radiomachen zu begeistern!

Preise und Auszeichnungen

Zahlreiche Journalistenpreise, darunter der

Willy und Helga Verkauf-Verlon Preis für anti-faschistische österreichische Publizistik des DÖW, 2013; der Journalist*innenpreis der Zentralstelle Ö. Jagdverbände (2009);

der Prälat Leopold Ungar Preis (2008);

der Förderpreis f. journalistische Leistungen im Interesse der Familien (2006);

Medienpreis des Österr. Normungsinstituts (2005),

der Herta-Pammer Preis der Katholischen Frauenbewegung (2005),

und der überaus angesehene Menschenrechtspreis des Presseclub Concordia (1998).

Nominierungen, z.B. für den Dr. Karl Renner Publizistikpreis (2012, 2015 und 2017) oder den Umwelt-Journalismuspreis 2018.

Warum Japan?

Aus einem anfänglich vagen, exotischen Interesse ist im Laufe der Jahre eine intensive Verbindung zu Land und Menschen geworden. Heute gibt es in Japan einige sehr gute Freund*innen und ein großes Netzwerk an beruflichen Kontakten. Japan ist ein wesentlicher Teil meines Lebens.

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Mein Garten

„ Der Mensch muss Erde unter den Füßen haben, sonst verdorrt sein Herz“ (Gertrud von Le Fort)

Einen Garten neu anlegen, einen Garten gestalten und umgestalten; mit Pflanzen und Blumen Gartenbilder für alle Jahreszeiten schaffen, die unterschiedlichen Garten-Perspektiven auskosten. Die Lehre des Gartens aufnehmen.

Klares Wasser, Wilde Ecken

Servus Magazin:
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Nachzuhören, nachzusehen, nachzulesen …

WOZ, 6. August 2020:

Erinnerungspolitik. Zwischen geschmolzenen Trümmern. Lese in diesem Artikel mehr darüber.